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Planeten Sonnensystem: 8 Planeten, Reihenfolge & Pluto erklärt

Leon Lukas Becker Weber • 2026-07-07 • Gepruft von Daniel Becker

Vielleicht haben Sie als Kind gelernt, dass es neun Planeten gibt – und heute hören Sie, es sind nur noch acht. Dieser Artikel erklärt die aktuelle Reihenfolge der Planeten im Sonnensystem, warum die IAU die Regeln geändert hat und wie Sie sich die acht Himmelskörper merken können.

Aktuelle Anzahl der Planeten: 8 ·
Entferntester Planet: Neptun ·
Größter Planet: Jupiter ·
Kleinster Planet: Merkur ·
Jahr der Pluto-Neuklassifizierung: 2006 ·
Neue Klasse für Pluto: Zwergplanet

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Die Existenz von Planet 9 ist nicht bestätigt (NASA Science – Weltraumbehörde der USA)
  • Die genaue Anzahl der Zwergplaneten im Kuipergürtel ist unbekannt (NASA Science – Dwarf Planets)
  • Die Planeten-Definition könnte sich mit neuen Entdeckungen ändern (NASA Science – Weltraumbehörde der USA)
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Wissenschaftler suchen weiter nach Planet 9 (NASA Science – Weltraumbehörde der USA)
  • Neue Teleskope könnten weitere Zwergplaneten entdecken (NASA Science – Dwarf Planets)
  • Die Planetendefinition bleibt ein aktives Forschungsthema (NASA Science – Weltraumbehörde der USA)

Sechs wichtige Fakten auf einen Blick: Die Spanne von Merkur bis Neptun umfasst Gesteinsbrocken und Gasriesen – eine extreme Vielfalt auf relativ engem Raum.

Quelle: NASA Science – Weltraumbehörde der USA
Merkmal Wert
Anzahl der Planeten 8
Abstand zur Sonne (Erde) 150 Mio. km
Größter Planet Jupiter (Durchmesser ~143.000 km)
Kleinster Planet Merkur (Durchmesser ~4.880 km)
Schnellster Planet Merkur (Umlaufbahn 88 Tage)
Langsamster Planet Neptun (Umlaufbahn 165 Jahre)

Sind es 8 oder 9 Planeten?

Die aktuelle Definition eines Planeten

Die Antwort ist eindeutig: Seit 2006 gibt es offiziell acht Planeten im Sonnensystem. Die Internationale Astronomische Union (IAU) – der weltweite Zusammenschluss der Astronomen – definiert einen Planeten als Himmelskörper, der drei Bedingungen erfüllt: Er muss die Sonne umkreisen, eine runde Form durch eigene Schwerkraft haben und seine Umlaufbahn von anderen Objekten freigeräumt haben (IAU Archive – Internationale Astronomische Union). Uranus, Neptun, Jupiter, Saturn, Mars, Erde, Venus und Merkur – alle erfüllen diese Kriterien.

Warum Pluto nicht mehr dazugehört

Pluto scheitert am dritten Kriterium: Er befindet sich im Kuipergürtel, einer Region mit Tausenden eisigen Objekten jenseits von Neptun, und hat seine Umlaufbahn nicht von anderem Material geräumt (NASA Science – Pluto). Die Library of Congress – US-amerikanische Nationalbibliothek bestätigt: Die Zahl der Planeten sank 2006 von neun auf acht.

Fazit: Das Sonnensystem hat acht Planeten. Pluto erfüllt zwei der drei Kriterien, aber nicht das dritte. Für Astronomiestudierende: Merken Sie sich die Definition der IAU. Für alle anderen: Acht Planeten sind der aktuelle wissenschaftliche Standard.

Wie ist die Reihenfolge der 8 Planeten?

Vier Gesteinsplaneten innen, vier Gasriesen außen – die Reihenfolge von der Sonne aus ist festgelegt: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun (NASA Science – Weltraumbehörde der USA). Der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter markiert die Grenze zwischen innerem und äußerem System.

Die inneren Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars

  • Merkur – kleinster Planet, sonnennächster (~58 Mio. km), Umlaufbahn nur 88 Tage
  • Venus – ähnlich groß wie die Erde, aber extrem heiß (Oberflächentemperatur ~460 °C)
  • Erde – unser Zuhause, 150 Mio. km von der Sonne entfernt
  • Mars – roter Nachbar, Ziel vieler Raumfahrtmissionen

Die äußeren Planeten: Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun

  • Jupiter – größter Planet, Durchmesser ~143.000 km, 2,5-mal so schwer wie alle anderen Planeten zusammen
  • Saturn – berühmt für seine Ringe aus Eis und Gestein
  • Uranus – kippt auf der Seite (Achsenneigung ~98°)
  • Neptun – am weitesten entfernt, Umlaufzeit 165 Jahre
Fazit: Die Reihenfolge von Merkur bis Neptun ist das Fundament der Sonnensystemkunde. Vier Gesteinsplaneten innen, vier Gasriesen außen – getrennt durch den Asteroidengürtel.

Acht Welten auf einen Blick: Größen- und Entfernungsunterschiede, die das Verhältnis zwischen innerem und äußerem System greifbar machen.

Quelle: NASA Science – Planet Sizes and Locations – Weltraumbehörde der USA
Planet Durchmesser (km) Abstand zur Sonne (Mio. km) Umlaufzeit (Erdenjahre) Typ
Merkur ~4.880 ~58 0,24 Gesteinsplanet
Venus ~12.104 ~108 0,62 Gesteinsplanet
Erde ~12.756 ~150 1,00 Gesteinsplanet
Mars ~6.792 ~228 1,88 Gesteinsplanet
Jupiter ~143.000 ~778 11,86 Gasriese
Saturn ~120.536 ~1.434 29,46 Gasriese
Uranus ~51.118 ~2.871 84,01 Gasriese
Neptun ~49.528 ~4.495 164,8 Gasriese
Das Muster

Die inneren Planeten sind klein, dicht und nah an der Sonne – die äußeren riesig, weit und kalt. Zwischen Mars und Jupiter liegt eine Lücke von über 500 Mio. km, in der der Asteroidengürtel kreist.

Warum ist Pluto kein Planet mehr?

Die Entscheidung der IAU von 2006

Im August 2006 stimmte die IAU auf ihrer Versammlung in Prag über eine neue Definition des Begriffs »Planet« ab. Der Auslöser: Die Entdeckung von Eris im Jahr 2005 – ein Objekt im Kuipergürtel, das ursprünglich größer als Pluto erschien (NASA Science – Pluto). Die Frage war plötzlich: Wenn Eris ein Planet ist, wie viele Planeten bekommt das Sonnensystem dann? Die IAU entschied sich für eine klare Abgrenzung: Ein Planet muss seine Umlaufbahn von anderem Material freigeräumt haben – das schließt Pluto aus (IAU Archive – Internationale Astronomische Union).

Plutos neue Klasse: Zwergplanet

Pluto wurde in die neue Kategorie Zwergplanet eingeordnet. Ein Zwergplanet umkreist die Sonne, ist annähernd rund, hat aber nicht seine Umlaufbahn freigeräumt (IAU Archive – Internationale Astronomische Union). Seit 2006 erkennt die IAU fünf offiziell bestätigte Zwergplaneten an: Ceres, Pluto, Haumea, Makemake und Eris (NASA Science – Pluto & Dwarf Planets – Weltraumbehörde der USA). Pluto ist der größte unter ihnen – nur etwas größer als Eris (NASA Science – Planet Sizes and Locations – Weltraumbehörde der USA).

Fazit: Die IAU definierte 2006 drei Kriterien für einen Planeten. Pluto erfüllt zwei, aber nicht das dritte (freigeräumte Umlaufbahn). Die Folge: Er wurde zum Zwergplaneten. Für Hobbyastronomen: Die fünf offiziellen Zwergplaneten sind Ceres, Pluto, Haumea, Makemake und Eris.

Wie kann man sich die 9 Planeten merken?

Wer die acht Planeten in der richtigen Reihenfolge behalten möchte, greift am besten zu einem Merkspruch. Die Eselsbrücken der deutschen Sprache helfen Kindern und Erwachsenen gleichermaßen.

Moderne Merksprüche für die acht Planeten

  • »Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.« – Anfangsbuchstaben: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun
  • »Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere acht Planeten.« – Eine Abwandlung, die die moderne Anzahl betont
  • »Mama, Venus, Erde – Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun.« – Kürzere Variante für schnelleres Lernen

Klassische Merksprüche (einschließlich Pluto)

  • »Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten.« – Der alte Spruch, der Pluto noch einschloss
  • »Mama, Venus, Erde – Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto.« – Ältere Kurzform

Die Unterschiede zeigen den Wandel: Wer heute einen Spruch lernt, sollte die Variante mit »acht Planeten« oder »unserem Nachthimmel« wählen – der Pluto-Spruch gehört ins Geschichtsbuch der Astronomie.

Wie heißt Pluto jetzt?

Plutos offizielle Bezeichnung: (134340) Pluto

Seit seiner Neuklassifizierung trägt Pluto die Kleinplanetennummer (134340) und wird offiziell als »134340 Pluto« oder einfach »Zwergplanet Pluto« geführt (NASA Science – Pluto). Die Nummerierung folgt den Konventionen für Kleinplaneten und Asteroiden – ein Hinweis auf seinen neuen Status als eines von vielen Objekten im Kuipergürtel.

Ist Pluto ein Planet oder ein Zwergplanet?

Die Frage sorgt noch immer für Diskussionen. Fakt ist: Pluto wird wissenschaftlich als Zwergplanet klassifiziert. Die AAS Division for Planetary Sciences – Fachgesellschaft der Planetenwissenschaftler bezeichnet Pluto als »Prototyp einer neuen Klasse transneptunischer Objekte«. Für die breite Öffentlichkeit ändert das nichts an Plutos Popularität – er ist und bleibt der bekannteste Zwergplanet des Sonnensystems.

Fazit: Pluto heißt offiziell (134340) Pluto oder Zwergplanet Pluto. Er ist das prominenteste Mitglied des Kuipergürtels. Für Astronomie-Enthusiasten: Die IAU entscheidet – für Sternengucker: Pluto bleibt ein faszinierendes Objekt.

Ist Planet 9 gefunden?

Die Theorie hinter Planet 9

Seit 2014 gibt es eine Hypothese, dass im äußeren Sonnensystem ein neunter Planet existieren könnte – genannt Planet 9 oder auch Planet X. Die Theorie stützt sich auf Bahnstörungen entfernter Objekte im Kuipergürtel: Mehrere dieser Objekte bewegen sich auffällig ähnlich, was auf die Schwerkraft eines großen, unsichtbaren Himmelskörpers hindeuten könnte (NASA Science – Weltraumbehörde der USA).

Aktueller Stand der Suche

Bisher wurde Planet 9 nicht direkt beobachtet oder bestätigt (NASA Science – Weltraumbehörde der USA). Die Suche läuft mit leistungsstarken Teleskopen, und immer wieder werden neue Himmelsregionen abgesucht. Ein Fund wurde bislang nicht gemeldet – Planet 9 bleibt eine Hypothese.

Der Stand der Dinge

Planet 9 ist eine plausible Theorie, kein gesichertes Objekt. Wer auf eine Wiederkehr des neunten Planeten hofft, muss sich gedulden – und akzeptieren, dass Pluto ein Zwergplanet bleibt.

Die Suche nach Planet 9 bleibt ein spannendes Forschungsfeld – jede Entdeckung könnte unser Bild des Sonnensystems erneut verändern.

Zeitleiste: Vom neunten zum achten Planeten

Die Geschichte der Planetenanzahl im Sonnensystem lässt sich an vier Schlüsselmomenten festmachen.

  • 1930: Clyde Tombaugh entdeckt Pluto (NASA Science – Pluto)
  • 2005: Entdeckung von Eris – ein Objekt im Kuipergürtel, das ursprünglich größer als Pluto erschien (NASA Science – Pluto)
  • 2006: Die IAU definiert den Planetenbegriff neu und stuft Pluto als Zwergplanet ein (IAU Archive – Internationale Astronomische Union)
  • Seit 2006: Aktive Suche nach Planet 9 (auch Planet X genannt) im äußeren Sonnensystem
Fazit: 76 Jahre lang galt Pluto als neunter Planet. Die Entdeckung von Eris erzwang eine Neudefinition. Seit 2006 stehen acht Planeten – und die Suche nach einem möglichen neunten läuft.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Das Sonnensystem hat genau acht Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun (NASA Science – Weltraumbehörde der USA)
  • Pluto ist ein Zwergplanet (NASA Science – Pluto)
  • Die Reihenfolge der Planeten von der Sonne aus ist festgelegt (NASA Science – Weltraumbehörde der USA)
  • Die IAU-Entscheidung von 2006 ist der aktuelle wissenschaftliche Standard (IAU Archive – Internationale Astronomische Union)

Was unklar ist

  • Die Existenz von Planet 9 ist nicht bestätigt (NASA Science – Weltraumbehörde der USA)
  • Die genaue Anzahl der Zwergplaneten im Kuipergürtel ist unbekannt
  • Die Zukunft der Planeten-Definition könnte sich mit neuen Entdeckungen ändern

Die Ungewissheiten zeigen, dass die Astronomie ein sich ständig weiterentwickelndes Feld bleibt – jede neue Beobachtung kann das etablierte Wissen verschieben.

Stimmen zur Neuklassifizierung

»Ein Planet ist ein Himmelskörper, der die Sonne umkreist, ausreichend Masse für eine nahezu runde Form besitzt und seine Umlaufbahn von anderem Material freigeräumt hat.«

– Internationale Astronomische Union (IAU), Definition des Planetenbegriffs 2006 (IAU Archive – Internationale Astronomische Union)

»Das Sonnensystem hat acht Planeten. Die vier inneren sind Gesteinsplaneten, die vier äußeren Gasriesen. Pluto ist ein Zwergplanet und Teil des Kuipergürtels.«

– DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt – deutsche Luft- und Raumfahrtbehörde) (ARD alpha – deutscher öffentlich-rechtlicher Bildungssender)

Beide Zitate unterstreichen den Konsens der Fachwelt: Die Neuklassifizierung ist ein Gewinn an Klarheit, nicht ein Verlust an Faszination.

Wer sich für die genaue Anzahl und Reihenfolge der Planeten interessiert, findet in der aktuelle Forschung zu den Planeten vertiefende Informationen.

Häufig gestellte Fragen

Wie schnell umkreisen die Planeten die Sonne?

Merkur ist mit 88 Tagen der schnellste, Neptun mit 165 Jahren der langsamste Planet (NASA Science – Weltraumbehörde der USA).

Welcher Planet hat die meisten Monde?

Jupiter hat mit 95 bestätigten Monden die meisten, gefolgt von Saturn mit 83 (NASA Science – Weltraumbehörde der USA).

Kann man die Planeten mit bloßem Auge sehen?

Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn sind ohne Teleskop sichtbar – Uranus und Neptun nur mit Hilfsmitteln (NASA Science – Weltraumbehörde der USA).

Was ist der Unterschied zwischen inneren und äußeren Planeten?

Die inneren vier (Merkur, Venus, Erde, Mars) sind Gesteinsplaneten, die äußeren vier (Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun) sind Gasriesen. Der Asteroidengürtel trennt die beiden Gruppen (NASA Science – Weltraumbehörde der USA).

Wie lange braucht das Licht von der Sonne zu den Planeten?

Zum Merkur etwa 3 Minuten, zur Erde 8 Minuten, zum Neptun über 4 Stunden (NASA Science – Weltraumbehörde der USA).

Gibt es einen neuen Planeten anstelle von Pluto?

Nein – es gibt keinen neuen Vollplaneten. Planet 9 ist hypothetisch und wurde nicht bestätigt (NASA Science – Weltraumbehörde der USA).

Das Sonnensystem ist kleiner geworden – um einen Planeten. Aber der wissenschaftliche Gewinn ist größer: Wir verstehen heute besser, was einen Planeten ausmacht. Für Eltern, die ihren Kindern das Sonnensystem erklären: die acht Planeten in der richtigen Reihenfolge, Pluto als spannenden Zwergplaneten dazu – und den Merkspruch »Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel«. Das ist der Stand der Wissenschaft. Die Entscheidung ist klar: acht Planeten, oder die Tür für Dutzende neue Planeten öffnen.

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